Dolomiten als Weltnaturerben
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Nach eingehender Diskussion haben die 21 Kommissionsmitglieder den vom
italienischen Staat gestellten Antrag einstimmig angenommen, sodass jetzt
neun Dolomiten-Gebirgsgruppen in die Liste der
UNESCO-Weltnaturerben aufgenommen worden sind. Die UNESCO, zu deren
Aufgaben die Förderung von Erziehung, Wissenschaft und Kultur gehören, hat die
außergewöhnlichen geologischen und landschaftlichen Merkmale
folgender Dolomitengruppen gewürdigt: Pelmo-Seekofel, Marmolada, Pale di San
Martino, Pale di San Lucano, Belluneser Dolomiten, Friauler Dolomiten, Nördliche
Dolomiten, Geislergruppe, Schlern-Rosengarten-Latemar, Bletterbach,
Brentagruppe.
Eine Stiftung für die Dolomiten
Nach mehr als vier Jahren intensiver gemeinsamer Arbeit und nach dieser
bedeutungsvollen Anerkennung denken die Vertreter der fünf
Dolomitenprovinzen - Trento, Belluno, Bozen, Pordenone und Udine -
schon jetzt an gemeinsame Verwaltungsstrategien und an die Schaffung eines
einzigen Referenten bei Verhandlungen mit dem World Heritage Committee.
Innerhalb von 18 Monaten muss die Stiftung „Dolomiti - Dolomiten -
Dolomites - Dolomitis UNESCO Foundation" ins Leben gerufen werden. Sie
hat die Aufgabe, für die Koordinierung der einzelnen Institutionen bezüglich der
Politik zur Erhaltung und Aufwertung der Welterben zu sorgen. Mehrere Ziele und
Maßnahmen zur Erhaltung und zur nachhaltigen Verwaltung des Naturerbes Dolomiten
sind schon ausgemacht und teilweise sogar schon in die Wege geleitet
worden.
Die Aufmerksamkeit gilt in erster Linie dem Steuern der Touristenströme, der
Kommunikation und der Forschung. Dies alles mit dem Ziel, die Dolomiten gemäß
den zwei bei der (ausdrücklich von der IUCN - International Union for
Conservation of Nature gewünschten) Kandidatur vorgebrachten Kriterien
zu fördern: unter landschaftlich-geografischem und unter
geologisch-geomorphologischem Gesichtspunkt.
